Sonntag, 4. März 2018

KALTE HAUT

Kalte Haut  von  Martin Krist


10,99€ [D] | ISBN: 978-3-745-09153-3 | 360 Seiten | Verlag: R&K


Inhalt: Wer kopiert den Knochenmann?
Berlin wird von einer unheimlichen Mordserie erschüttert. Die Vorgehensweise des Täters ist immer die gleiche: Er entführt seine Opfer, stellt dann Foltervideos ins Internet, auf denen zu sehen ist, wie er ihnen die Haut abzieht. Anschließend lockt er gezielt Journalisten zu den verstümmelten Leichen.

Bei der Suche nach dem Täter ziehen Kommissarin Sera Muth und ihre Kollegen den Polizeipsychologen Dr. Robert Babicz hinzu, der in den USA eine mehrjährige Ausbildung zum Profiler genossen hat. Und tatsächlich kommt Babicz das Vorgehen des Berliner Täters merkwürdig vertraut vor: In den USA hatte er bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt, der seine Opfer bei lebendigem Leib häutete.

Ist der »Knochenmann« zurück?
Meine Meinung: Wie schon in den anderen beiden Thrillern von Martin Krist, die ich bisher gelesen habe, teilen sich hier drei Storys eine Geschichte. Schnell lernt man Sera, Robert und Tania kennen, die den Mittelpunkt des neu aufgelegten Thrillers Kalte Haut von Martin Krist bilden und deren Geschichten irgendwie miteinander verwoben sein müssen. 
Sera Muth ist die zuständige Ermittlerin in diesem Fall und steht durch den Druck der Eltern und Verwandten etwas zwischen den Stühlen. Man lernt sie inmitten ihrer Schwestern, Tanten und ihrer Mutter bei einem Frühstück Zuhause kennen. Schnell wird klar, dass sie die Erwartungen seitens der Eltern wie Heirat und Kinder kriegen nicht erfüllen möchte. Sie hat sich für die Karriere entschieden. 
Robert ist Psychologe und hat in den USA eine Ausbildung zum Fallanalytiker gemacht. In Amerika hat er außerdem dazu beigetragen den "Knochenmann" zu überführen. Robert hat ziemlich mit der Vergangenheit und dem Jetlag zu kämpfen, was ihn aber nicht aufhält sich sofort wieder in die Arbeit zu stürzen.
Tania hingegen ist Reporterin beim Berliner Kurier und käpft derweil mit ganz anderen Dämonen: Wenig Schlaf und der ewige Ärger mit dem Ex-Mann setzen ihr ziemlich zu.

Nur wie hängen diese drei Personen zusammen und was haben sie mit der Morderserie, die Berlin in diesem Thriller erschüttert, zu tun? Martin Krist spinnt hier mal wieder auf grandiose Weise die Fäden! Durch Robert, der als Fallanalytiker Sera zur Seite steht und Tania, die tief in der Journalistenszene verankert ist, begenet man dem Fall mit vielen verschiedenen Gesichtern. Vermutungen und mögliche Handlungsketten des Mörders werden im Ermittlerteam zusammen mit Robert diskutiert. Neue Erkenntnisse werfen alles Bisherige über den Haufen und alles geht wieder von Vorne los: Die eine Sache bedingt die Nächste und daraus resultiert wieder eine ganz andere Vermutung über die mögliche Strategie des Mörders. Die Presse dagegen versucht jeden Schnipsel aufzusaugen und verwertet diese auf ihre ganz eigene Art und Weise.
Mir hat es einfach mega gut gefallen so tief mit in der Ermittlungarbeit zu stecken, ich habe gar nicht gemerkt wie schnell die Seiten verfliegen und dann geht es ziemlich flott dem Ende zu...

Fazit: Martin Krist ist mittlerweile mein liebster Thriller-Autor geworden. Es beeindruckt mich immer wieder auf's Neue, wie er es schafft drei Storys zu einem spannenden Fall zusammenzubringen. Genauso ist es ihm auch in diesem Buch wieder auf mitreißende, spannende Art gelungen. Im Gegensatz zu den anderen beiden Büchern, die ich bisher gelesen habe, wird der Mordfall in Kalte Haut weniger ausführlich beschrieben, der Fokus liegt mehr auf der Ermittlungsarbeit und dem Druck, der auf den Kommissaren lastet - ein Perspektivenwechsel, der mir sehr gut gefallen hat!

Vielen Dank für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

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