Donnerstag, 28. Dezember 2017

BÖSES KIND


Autor: Martin Krist
Verlag: R&K
Seiten: 320
Preis: 9,99 € [D]  
ISBN: 978-3-745-03529-2


Inhalt
Jede Lüge hat ihren Preis. Diese wird dich töten.
Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln.

Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.

Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!

Der erste Fall für Kommissar Henry Frei.
 Meine Meinung

Martin Krists neuer Thriller handelt von einem ungewöhnlichen Fall und einem ungewöhnlichen Ermittler. Ich kann mir vorstellen, Henry Frei ist nicht jedermans Sache. Ich persönlich mochte ihn und seine Ticks, die sich ganz charmant durch das ganze Buch gezogen haben!
Neben Kapiteln, die aus der Sicht des Ermittlers geschrieben sind, gibt es noch welche aus der Perspektive von Suse Pirnatt und einer Unbekannten. 
Gleich zu Beginn liest man ein Kapitel aus unbekannter Sicht und ist sofort gefesselt. Denn was der Autor dort beschreibt, lässt einem den Magen umdrehen. Danach wird man langsam an das neue Ermittler-Trio herangeführt. Henry Frei ist Kriminalhauptkommisar und an seiner Seite Louisa Albers und Charlie, der eigentlich Phan Cha Lee heißt. Besonders hat mich beeindruckt, dass die Geschichte so facettenreich ist. Vor allem von Frei erfährt man viele private Details und ich freue mich darauf zu erfahren, was hinter den vielen Andeutungen steckt. Auch Albers und Charlie möchte ich näher kennenlernen, denn besonders über Letzteren erzählt der Autor bisher kaum etwas. 
Toll finde ich auch, dass die Kapitel allgemein nicht besonders lang sind. Dadurch bekommt man in beide Seiten - Ermittler und Opfer - dauerhaft einen tollen Einblick. Die Spannung des Falls steigert sich mit jeder gelesenen Seite, bis es zum großen und zum Glück unvorhergesehenen Twist kommt. Beeindruckend!
Schon am Anfang habe ich mich gefragt, was es mit dem Titel auf sich hat - "Böses Kind" und "Alanna". Der Name wird einem im Laufe der Geschichte klar  und auch hier kann ich mich nur fragen: Was hat es damit auf sich und was kommt da noch?


Fazit

Martin Krists neuer Thriller zeugt wieder einmal von Gnadenlosigkeit, aber auch von Unterhaltung und guter Recherche. Zwanghaftes Verhalten, Autismus und ein spannender Fall bilden hier einen Thriller, der fesselt. Der Autor spannt außerdem mit seinem abrupten und offenen Ende einen tollen Bogen zum Anfang des Buches. Im Mai, wenn der zweite Teil der Ermittler-Reihe erscheint, kommt noch so einiges auf uns zu. Ich bin gespannt und voller Vorfreude! 

Vielen Dank an Martin Krist für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

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