Mittwoch, 25. Oktober 2017

GÖTTERFUNKE - HASSE MICH NICHT

Autorin: Marah Woolf 
Verlag: Dressler
Seiten: 464
Preis: 18,99 € [D]  
ISBN: 978-3-7915-0041-6

Inhalt
Das neue Schuljahr beginnt und Jess versucht, Cayden zu vergessen, nach allem, was er ihr angetan hat. Aber Zeus und seine Götter haben anscheinend andere Pläne, und schon am ersten Schultag steht Cayden plötzlich vor ihr. Schwebt Jess etwa in Gefahr? Ist Agrios ihr womöglich nach Monterey gefolgt? Jess möchte nicht in den Kampf der Götter hineingeraten, sondern wünscht sich ein ganz normales Leben. Aber was ist schon normal, wenn man die Welt der Götter sehen und betreten kann? Und vor allem: Wie lange kann sie Cayden wirklich hassen?


Meine Meinung
Nach Beendigung des ersten Bandes Liebe mich nicht war ich zeurst etwas unschlüssig, was ich von dem Buch halten sollte. Was ich erwartet habe und was ich bekommen habe waren doch recht unterschiedliche Sachen. Bei Band II der GötterFunke - Reihe wusste ich, was auf mich zu kommt. Eine Protagonistin, die unsterblich verliebt ist, es sich aber verbietet. Griechische Mythologie, die in eine etwas kuriose Geschichte verwoben ist. Und ein Beste-Freundinnen-Drama.
Was ich nun zuerst hervorheben möchte ist, dass ich die Geschichte unter dem Blickwinkel meines Alters (22 Jahre) betrachten möchte, aber auch versuche mich in mein 14-jähriges Ich zurückzuversetzen. Diesen Hinweis halte ich für sehr wichtig, weil ich sowohl beim Lesen als auch beim Besprechen des Buches dahingehend immer wieder in einen Zwiespalt geraten bin.
Jess begenet Cayden gleich auf den ersten Seiten des Buchs und sofort ist klar: Sie hasst ihn. Das versucht die Protagonistin zumindest dem Leser einzureden. Ihr Handeln entspricht nicht ganz ihrem "Ich hasse dich, Cayden. Bleib fern von mir, Cayden"-Mantra, was ich aber vielleicht verstehen kann, weil sie so sehr in ihn verliebt ist. Dass er aber auch jedesmal, wenn ein wenig Gefahr droht, zur Stelle ist und sie rettet, macht das Ganz natürlich nicht leichter für sie. Diese sich häufig wiederholenden Handlungsstränge sind mir irgendwann auf die Nerven gegangen und ich habe mich immer wieder gefragt, wie ich das als 14-jährige Leserin beurteilt hätte. Der hübsche Prinz auf dem weißen Pferd, der sein Mädchen in der Not rettet? Wahrscheinlich hätte ich es toll gefunden!
Robyn, Jess' ehemals beste Freundin, führt sich wirklich auf wie das Allerletzte! Leider erkennt die Protagonistin das sehr, sehr spät und der Leser wird mit ihrer Naivität wirklich auf die Geduldsprobe gestellt. 
Immer wieder verwebt die Autorin griechische Sagen in Gespräche zwischen den Göttern und Jess. 
Der eine oder andere Twist, der wohl Spnnung hätte aufbauen sollen, war für mich leider offensichtlich. Die ab der Hälfte häufiger wechselnden Charaktere haben aber mein Interesse gelockt und ich wollte wissen, wie das Ende aussieht. Dank des angenehmen Schreibstils bin ich außerdem super schnell durch das Buch gekommen und hatte ein paar entspannte Lesestunden damit. 

Fazit
Die Lektüre hat meiner Meinung nach viele Aufs und Abs. Liegt es am Alter oder am Buch? Eine Frage, die ich mit "Alter" beantworten würde. Als 14-jähriges Mädchen wäre ich wahrscheinlich dahingeschmolzen und hätte mit Jess mitgefiebert. Sie angefeuert, der Liebe nachzugeben und mir gewünscht auch in so einer wahrlich fantastischen Welt zu leben. 
Der Altersbeschreibung auf der Homepage des Verlags "für Jugendliche und Erwachsene, ab 14 Jahren" kann ich also bis auf das "und Erwachsene" mit gutem Gewissen zustimmen.

Vielen Dank an den Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

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