Montag, 9. Oktober 2017

DER GESANG DER NACHTIGALL


Autorin: Lucy Strange 
Übersetzerin: Nadine Püschel
Verlag: Königskinder
Seiten: 336
Preis: 18,99 € [D]  

ISBN: 978-3-551-56041-4
Aus dem Programm Mut & Leidenschaft
 


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Inhalt
England 1919. Seitdem sie und ihre Familie nach Hope House gezogen sind, ist die zwölfjährige Henry ganz auf sich allein gestellt. Mama ist krank, Vater arbeitet außer Landes und Nanny Jane muss sich um Baby Piglet kümmern. Sich selbst und ihren Büchern überlassen, beginnt Henry, ihre neue Umgebung zu erkunden: das große Haus mit seinem vergessenen Dachboden, das geheimnisvolle Licht, das jenseits des Garten durch die Bäume schimmert, und die geisterhaften Schatten, die niemand außer ihr zu sehen scheint. Und auch niemand außer ihr scheint zu merken, in welcher Gefahr ihre Familie schwebt.

Meine Meinung
Henry heißt eigentlich Henrietta und ist das mittlere Kind der Familie Abbott. Aufgrund der Umstände, die im Klappentext bereits genannt werden, ist die Protagonistin erstmal auf sich allein gestellt. Weder den Vater, noch die Mutter oder Nanny Jane lernt man schnell kennen und man wird ohne großes Vorgeplänkel mitten ins Geschehen hinein geworfen. Fragen tauchen auf: Warum ist die Familie plötzlich aus London auf das Land gezogen? Was ist mit Henrys Mutter? Was ist mit Robert, Henrys großem Bruder, passiert? Ist Nanny Jane nun nett oder nicht? Hinter was ist Doktor Hardy her? Ist er "gut" oder "schlecht"? Außerdem wird immer wieder eine Rauchsäule und ein rätselhaftes Flackern aus dem Wald vor Hope House beschrieben, das ich anfangs nicht zuordnen konnte. All das macht das Buch super spannend! Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, weil ich unbedingt meine Fragen beantwortet haben wollte und dieses Phänomen zieht sich durch das ganz Buch. 
Henry ist sehr mutig und sehr intelligent. Wie es das Jahrhundert verlangt sollte sie nähen, stricken und artig sein. Sie geht aber lieber auf Abenteuer- und Entdeckungsreise und enthüllt damit viele Geheimnisse rund um Hope House und den Nightingale Wald. Als sich die Ereignisse um die kranke Mutter und Doktor Hardy zuspitzen, habe ich so sehr mit Henry gelitten. Sie will helfen, aber niemand sagt ihr was eigentlich gerade mit ihrer Mutter passiert. Sie will helfen, wird aber von den Erwachsenen von der Mutter ferngehalten. Sie will helfen, aber niemand lässt und so findet sie ihren eigenen Weg um das große Unheil von ihrer Familie fernzuhalten. Denn ihre Familie liebt sie über alles!


Fazit
Der Gesang der Nachtigall ist eine tolle Lektüre über ein sehr mutiges junges Mädchen, das die Geschichte auf eigene Faust zum Guten wenden will. Das Buch passt so perfekt zum Programm "Mut & Leidenschaft"! Die vielen kleinen Andeutungen und kurzen Passagen über die Charaktere, machen das Buch für mich zu einem echten Page-Turner. Fragen, die am Anfang aufkommen, werden bis auf die letzte geklärt. Einzig und Allein das Ende hat sich etwas in die Länge gezogen.

Nichtsdestotrotz bekommt die Lektüre von mir 5 von 5 Bücherstapel:


Vielen Dank an den Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

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