Dienstag, 17. Oktober 2017

DAS LIED DER KRÄHEN


Autorin: Leigh Bardugo
Übersetzerin: Michelle Gyo
Verlag: Knaur
Seiten: 592
Preis: 16,99 € [D]  
ISBN: 978-3-426-65443-9
 
Inhalt
Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen.
Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej.  
Meine Meinung
 Wie so oft kommt jetzt der Satz "Ein neues Buch von dem Autor - das muss ich haben". Nun ich bin ein Gewohnheitstier und wenn ich ein Buch von einem Autor gut fande, dann lese ich für gewöhnlich so viele Bücher wie möglich von ihm. Das Gleiche gilt für Das Lied der Krähen
Die Grischa-Trilogie hat mir imponiert und deswegen habe ich nicht gezögert, als ich mitbekommen habe, dass es ein neues Buch von Leigh Bardugo geben soll.
Von Anfang bis Ende ist das Buch ziemlich anspruchsvoll. Es gibt unheimlich viele Namen, die wichtig für das Geschehen sind und damit auch unheimlich viele Dialoge, denen man folgen sollte, um in der Handlung mitzukommen. Das hat für mich am Anfang schon etwas zu Verwirrung geführt, aber das legt sich mit dem Fortlauf der Geschichte. 
Kaz Brekker ist ein gewitzter Kerl, der leider nicht so ganz aus seiner Haut kommt. Inje - das Phantom, das über jede Mauer klettern kann - mag er sehr gerne, aber er schafft es einfach nicht seinem Trauma zu entkommen.
Matthias ist ein Charakter, den ich bis zum Ende noch nicht wirklich einschätzen kann. Ihn umspielt ein langes Hin und Her und ich bin gespannt, ob es für ihn noch Stolpersteine im zweiten Band geben wird.
Nina ist die Grischa in diesem Sechser-Gespann und auch sie konnte ich am anfang weniger gut einordnen. Auf welcher Seite steht sie und wann wird sie sich selbst darüber klar? Gerade bei Szenen aus ihrer Sicht wurde deutlich, dass das Leserherz in diesem Buch in ganz verschiedene Richtungen schlagen kann.
Jesper ist ein Mann mit Herz, der die eine oder andere Überraschung bereithält. Er ist zusammen mit Wylan der noch am wenigsten durchsichtige Charakter der Geschichte. Ich freue mich über die beiden in Band zwei mehr zu erfahren.
Leigh Bardugo hat in Das Lied der Krähen die Vergangenheit jeden Charakters mit der Geschichte (also der Gegenwart) verwoben. Das hat mir wahnsinnig gut gefallen, weil man so das Handeln im Jetzt desjenigen besser nachvollziehen konnte.
Nach meiner anfänglichen Verwirrtheit und vielleicht auch Überforderung mit all den Namen, konnte mich das Buch so richtig packen. Ich habe jede Minute verflucht, in der ich nicht lesen konnte - es war wie eine Sucht! Der Weg zum Norden und all den Dingen die dort passieren haben das Buch so spannend gemacht. Es ist einfach eine rundum gelungene Geschichte, die ein vielleicht nicht ganz unerwartetes, aber doch aufregendes Ende hat!

Fazit
Verwirrung am Anfang, Liebe am Ende. Mein Bücherherz schlägt mal wieder für eine neue Geschichte! Das Buch hat alles, was ich brauche: Überwältigende Orte, die man auf einer Karte finden kann. Charaktere, die nicht sofort durchschaubar sind. Welche, die man mag, welche, bei denen man es noch nicht weiß und welche, die man nicht mag. Spannung, Lesesucht und einen hauch von Liebe.
Für Fanatsy-Fans ist das Buch ein Muss und für alle Grischa-Fans eine Pflicht!

Vielen Dank an den Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

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