Samstag, 30. September 2017

SCYTHE - DIE HÜTER DES TODES


Autor: Neal Shusterman
Übersetzer: Pauline Kurbasik und Kristian Lutze
Verlag: Sauerländer
Seiten: 528
Preis: 19,99 € [D] 
ISBN: 978-3-7373-5506-3

Inhalt
Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten.


Meine Meinung
Als ich mitbekommen habe, dass es ein neues Buch von Neal Shusterman geben wird, war für mich klar: Das muss ich lesen! Schon die Vollendet-Bücher konnten mich dank seinem Schreibstil und seiner ideenreichen Welt überzeugen.
Hier ist es nicht anders. Die Welt in der die Protganisten Citra und Rowan leben ist absolut perfekt. Der Tod ist besiegt und somit leben die Menschen unendlich lange. Ist man "über den Berg gekommen", so kann man sich einfach auf ein beliebiges Alter ab 21 "resetten" lassen. Fanatstische Vorstellung. Aber wie sieht das Leben dann aus? Was macht man, wenn man quasi unsterblich ist? Wie lebt es sich in einer Welt, in der es keinen Fortschritt mehr geben kann, weil alles erforscht und erfunden ist, was man erfoschen und erfinden kann? Was stellt man mit diesem verdammt langen Leben an? Neal Shusterman reißt in seinem Buch Scythe - Die Hüter des Todes einige Beispiele an. 
Viel interessanter ist aber seine Theorie zum Tod. Denn wenn jeder so lange leben kann wie er will, entsteht früher oder später natürlich eine Überbevölkerung auf der Erde. Aus diesem Grund gibt es die Scythe. Wie der Titel bereits verrät, sind sie die Hüter des Todes.
Scythe ist ein Buch über das Töten. Jeder Scythe liest auf seine eigene Art nach und es war sehr interessant zu erfahren, welche Methoden bevorzugt werden. Einige begründen ihre Nachlese mit Fakten und Zahlen, anderen macht es einfach Spaß. Man lernt mehrere Hüter des Todes näher kennen und jeder arbeitet nach einem eigenen Kodex.
Wie die Protagonisten nicht unterschiedlicher sein könnten, so ist auch die Arbeit der verschiedenen Scythe nicht miteinander zu vergleichen. Was da teilweise passiert, hat mich mit offenem Mund dasitzen lassen. Fassungslosigkeit pur.
Zur Welt der Scythe und Unsterblichkeit gehört auch der Thunderhead. Er hat sich von einer Cloud zur künstlichen Intelligenz weiterentwicklt und regiert nun die Welt - nur das Scythetum nicht. Ich bin gespannt was da im zweiten Teil der Trilogie noch auf mich zukommt!


Fazit
Das Buch konnte mich absolut abholen! Neal Shusterman lässt in Scythe so viel passieren, dass man wahrscheinlich ein Buch über das Buch schreiben müsste um nichts zu kurz kommen zu lassen. Die Welt, die der Autor erschaffen hat, ist absolut durchdacht und auf den Punkt gebracht. Der Schreibstil ist unaufgeregt und hat mich gerade dadurch das Buch nicht aus der Hand legen lassen. Jedem der Dystopien mag, kann ich diese Lektüre nur wärmstens empfehlen!

5 von 5 Bücherstapel:
 Vielen Dank an den Verlag für das Bereitstellen des Leseexemplars!

Kommentare:

  1. Ich kann mich dir nur anschließen, auch mich konnte das Buch vollkommen überzeugen. Ich finde es immer wieder toll, wie Shusterman Gesellschaftskritik mit einer packenden Handlung verbindet. Und jetzt bin ich gespannt, was der Thunderhead uns im nächsten Band bringen wird.

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    1. Absolut. Durch seine Geschichten wird man selbst dazu angeregt, sein Handeln zu reflektieren. Einfach klasse!
      Auf den Thunderhead bin ich auch total gespannt. Aber da muss ich mich wohl noch ein Jahr gedulden...

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